Karl Kübel Preis 2010 –
Hans-Werner Meyer (4. v. l.) Aktuelles
Schauspieler Hans-Werner Meyer besucht den PAPALADEN im Prenzlauer Berg
Der bekannte Schauspieler Hans-Werner Meyer hat heute in seiner Eigenschaft als Botschafter des Karl Kübel Preises 2010 den PAPALADEN in der Marienburger Straße 28 im Berliner Familienkiez Prenzlauer Berg besucht, um dessen besondere Angebote für Familien kennen zu lernen.
Der PAPALADEN ist Teil des Väterzentrums Berlin und gehört zum gemeinnützigen Verein Mannege e.V., in dem sich vor allem Männer in Elternzeit zum Austausch und für gemeinsame Unternehmungen treffen. Er bietet vielseitige Angebote und dient als Türöffner für Beratungs- und Informationsangebote des Väterzentrums für die ganze Familie. Der PAPALADEN ist eine von sechs Institutionen, die für den mit 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis nominiert sind. Mehr als 350 Organisationen hatten sich um die Auszeichnung beworben, mit der die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie beispielhaftes Engagement zugunsten von Eltern mit jungen Kindern würdigt.
Der PAPALADEN unterstützt und fördert Väter unter dem Motto: Vater und Mann sein zugleich. Nach einer kurzen Begrüßung durch Eberhard Schäfer, Geschäftsführer des Väterzentrums, und Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Stiftung begründete Hans-Werner Meyer, selbst Vater zweier Söhne, seine Entscheidung, Botschafter für den Karl Kübel-Preis geworden zu sein. Eine Stiftung, die sich um die wichtige frühe Kindheit und die Eltern-Kind-Beziehung bemühe, sei für ihn auf jeden Fall unterstützenswert. Er berichtete auch über Erfahrungen, die er während seiner eigenen Elternzeit erst kürzlich gemacht hatte und die er in seinem Buch „Durchs wilde Kindistan – Zwischen Windeln und Wahnsinn“ festgehalten hat.
Die ganze Familie steht im Mittelpunkt
Unter den Vätern besteht Gesprächsbedarf, das merkt man auch an diesem Morgen. Sie sitzen auf dem Boden mit den Kindern auf dem Schoß oder auf die Matte gelegt und stillen diesen Bedarf bei Kaffee und belegten Brötchen. Das Papacafè wird dienstags und donnerstags angeboten und ist eines von etlichen Angeboten des PAPALADENs, das rege genutzt wird. Neben dem Austausch stehen gemeinsame Unternehmungen mit den Kindern aber auch mit der ganzen Familie im Mittelpunkt. Beratungsangebote wie Schuldnerberatung, Ehe-/ Familienberatung – auch für Frauen - und Hilfen beim Wiedereinstieg in den Job umfassen die Palette des PAPALADENs.
In der Spielzimmeratmosphäre des PAPALADENs kam Hans-Werner Meyer mit den Vätern schnell ins Gespräch: Wie ist es bei Ihnen, wenn Ihre Frau arbeiten geht und abends geschafft nach Hause kommt. Wie hat ihr Arbeitgeber auf Ihre Entscheidung, Elternzeit zu nehmen, reagiert? Fragen über Fragen, zu denen sich die Männer austauschten. Begeistert fasste Meyer sein besonderes Interesse am PAPALADEN zusammen: „Man fühlt sich als Vater in Elternzeit ja oft allein, und da ist der PAPALADEN genau die richtige Anlaufstelle. Wie es ist als Vater, der sich besonders für seine Kinder engagiert, weil er Elternzeit nimmt und über andere Fragen kann man sich hier mit anderen Vätern austauschen. Das ist toll.“
"Wir brauchen Leuchttürme wie den PAPALADEN..."
Der PAPALADEN möchte die aktive, fürsorgliche Vaterschaft und die Vernetzung von Vätern fördern und er möchte alle erreichen: Väter, Kinder und Mütter in allen Familienformen. Leider ist das Projekt in dieser Form noch einmalig in Deutschland, zahlreiche Anfragen anderer Einrichtungen gäbe es jedoch bundesweit, berichtete Schäfer. Daniela Kobelt Neuhaus begründet in ihrer kurzen Ansprache die Entscheidung zur Nominierung des PAPALADENS: „Der Karl Kübel Preis soll vor allem Netzwerke für Familien stützen; der PAPALADEN ist ein ganz besonderes Netzwerk. Wir brauchen Leuchttürme wie den PAPALADEN, um auch andere zu motivieren.“
Ob der PAPALADEN den Karl Kübel Preis gewinnen wird, bleibt abzuwarten, denn erst bei der Preisverleihung am 6. September in Berlin wird bekannt gegeben, ob die Einrichtung zu den Preisträgern gehört. Es bleibt daher bis zuletzt spannend, wer den Preis aus den Händen der Schirmherrin, Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, entgegennehmen darf.